
Ein Scheckbuch lässt sich nicht in den Tod mitnehmen. Angesichts der Ewigkeit gilt eine einzige Währung: gelebte Liebe. (Helder Camara)

Wir haben der MISEREOR-Stiftung den Namen eines Bischofs gegeben, den die Menschen in Lateinamerika "Bruder der Armen" nannten. Aufgrund seines glaubwürdigen Engagements für die Armen war er aber auch in Nordamerika und Europa hoch geschätzt, wie beispielsweise die vielen Ehrenpromotionen und Ämter auf internationaler Ebene belegen. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil galt dies auch für Afrika und Asien. Beim Konzil war er ein unermüdlicher Mahner zum prophetischen Aufbruch: "Gott lebt in besonderer Weise in den Armen." Die Vision eines Christseins und einer Kirche, die entschieden dem Menschen und der Welt zugewandt sind, bewegte den Bischof.
Diese Botschaft lebte und verkörperte Helder Camara als Erzbischof von Olinda und Recife (1964-1985). Diese Zeit war geprägt von seinem mutigen Einsatz gegen den Machtmissbrauch der Militärdiktatur, für die Menschenrechte und die Forderung nach Rückkehr zur Demokratie.
Die Nähe zu den Armen, sein offenes Herz und Ohr für ihre Sorgen und Leiden, prägten ihn bis zu seinem Lebensende im Jahr 1999. Helder Camara blieb mit seinem unerschütterlichen Optimismus und Gottvertrauen ein Hoffnungsanker für die Armen in aller Welt und ein Inspirator für jene, die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen.
"...alles war in seiner Sicht Bewegung in eine bessere, menschlichere Zukunft der Welt, eine Bewegung als Gotteserlebnis, das schon jetzt überall greifbar wird."
Mario von Galli über Helder Camara

Nr.: 100 200
BLZ 370 601 93
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